Webdesign Agentur finden: Barrierefreiheit, DSGVO und KI-Suche von Anfang an prüfen
Woran Sie eine Webdesign Agentur messen sollten: Barrierefreiheit, Datenschutz, Ladezeit, Sichtbarkeit in Suche und KI-Antworten, Wartung nach dem Launch.
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Webdesign-Agentur an fünf Prüfbereichen messen, nicht zuerst an der Optik
Eine Webdesign Agentur sollten Sie vor der Beauftragung an fünf Prüfbereichen messen, nicht zuerst an der Optik. Die fünf Bereiche sind Barrierefreiheit, Datenschutz nach DSGVO, Ladezeit, Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Antworten sowie Hosting und Wartung nach dem Launch. Wer diese Punkte im Erstgespräch abfragt, erkennt schnell, ob eine Agentur sie mitdenkt oder später verkaufen will.
Eine Webdesign-Agentur ist ein Dienstleister, der Websites für Unternehmen konzipiert, gestaltet und entwickelt. Laut der Sortlist-Übersicht der Webdesign-Agenturen in Hamburg gehören dazu typischerweise UX-Konzept, Seitenstruktur, visuelles Design, CMS-Umsetzung und technische Übergabe. Die Auswahl ist groß: Allein für Hamburg listet Sortlist rund 350 Webdesign-Agenturen.
Die folgende Übersicht fasst zusammen, welche Frage Sie je Prüfbereich stellen und welche Antwort ein Warnsignal ist.
| Prüfbereich | Frage an die Agentur | Schwache Antwort |
|---|---|---|
| Barrierefreiheit | Wie prüfen Sie Kontraste, Alternativtexte und Screenreader-Tauglichkeit? | „Das schauen wir uns am Ende an.“ |
| Datenschutz nach DSGVO | Wo wird gehostet, und welche externen Dienste lädt die Website? | Keine Liste, nur das Wort „DSGVO-konform“ |
| Ladezeit | Wie und auf welchen Geräten messen Sie die Ladezeit? | Messung nur am Desktop im Büro |
| Sichtbarkeit in Suche und KI-Antworten | Welche SEO-Leistungen sind im Angebot enthalten? | SEO als späteres Zusatzpaket |
| Hosting und Wartung | Wer spielt Sicherheits-Updates ein, und in welchem Rhythmus? | Keine Regelung für die Zeit nach dem Launch |
Barrierefreiheit: Die Webdesign-Agentur muss das BFSG von Beginn an einplanen
Barrierefreiheit gehört bei der Wahl einer Webdesign-Agentur an den Anfang, weil sie für viele Organisationen gesetzliche Pflicht ist. Maßgeblich sind die BITV 2.0 und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, kurz BFSG. Eine Agentur, die das Thema erst im Abnahmegespräch anspricht, plant es nicht mit.
Digitale Barrierefreiheit umfasst mehrere konkrete Bausteine. Fragen Sie die Agentur, wie sie jeden dieser Punkte umsetzt und prüft:
- ausreichende Kontraste zwischen Text und Hintergrund
- klare Strukturen bei Überschriften, Navigation und Formularen
- Kompatibilität mit Screenreadern, also Vorleseprogrammen für blinde und sehbehinderte Menschen
- Alternativtexte für Bilder und Grafiken
- verständliche Sprache in Texten und Bedienelementen
Der richtige Zeitpunkt für diese Prüfung ist der Entwurf, nicht die fertige Seite. Bei Revylio, der Website-Marke von Svennis, prüfen wir Kontraste, Alternativtexte und Screenreader-Tauglichkeit bereits an Entwürfen und Komponenten. Nachträglich geänderte Farben oder Bedienelemente öffnen sonst das schon abgenommene Design erneut.
Wie eine solche Prüfung im Einzelnen abläuft, beschreibt unser Leitfaden zur BFSG-Prüfung der Firmenwebsite nach WCAG 2.1 AA. Lassen Sie sich von der Agentur zeigen, welche Prüfschritte sie dokumentiert und an Sie übergibt.
Datenschutz nach DSGVO: Fragen zu Hosting, Formularen und eingebundenen Diensten
Beim Datenschutz zählt nicht die Zusicherung einer Webdesign-Agentur, sondern ihre konkrete Antwort auf drei Fragen. Wo wird die Website gehostet? Welche externen Dienste lädt sie? Was passiert mit den Daten aus Formularen? Eine Agentur, die diese Fragen nicht beantworten kann, hat den Datenschutz nicht geplant.
Der Hosting-Standort ist ein guter Einstieg ins Gespräch. Einige Agenturen bieten ausdrücklich Hosting auf deutschen Servern an. Fragen Sie, wer der Hosting-Anbieter ist und wer im Störungsfall Ihr Ansprechpartner wird.
Bitten Sie außerdem um eine Liste aller eingebundenen Drittanbieter-Dienste. Dazu zählen etwa Schriften, Karten, Videos, Statistik-Werkzeuge und Formular-Anbindungen. Jede dieser Einbindungen sollten Sie kennen, bevor die Website live geht, nicht erst danach.
Formulare verdienen eine eigene Frage. Klären Sie, wohin die eingegebenen Daten übertragen werden und wer darauf Zugriff hat. Vereinbaren Sie schriftlich, dass die Agentur Ihnen diese Angaben bei der Übergabe dokumentiert. Die rechtliche Bewertung bleibt Ihre Aufgabe oder die Ihrer Datenschutzberatung. Die Agentur liefert aber die technischen Fakten, ohne die keine Bewertung möglich ist.
Ladezeit und mobile Darstellung: technische Grundlagen für Besucher und Ranking
Die Ladezeit ist Teil der technischen Suchmaschinenoptimierung und damit eine Pflichtfrage an jede Webdesign-Agentur. Technische Suchmaschinenoptimierung umfasst eine saubere Codestruktur, kurze Ladezeiten und strukturierte Daten. Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Auszeichnungen, mit denen Suchmaschinen Inhalte wie Adressen oder Leistungen einordnen.
Die mobile Darstellung hängt eng mit der Ladezeit zusammen. Mobile First bedeutet, dass die Darstellung zuerst für Smartphone und Tablet optimiert wird. Dieses Vorgehen wirkt sich direkt auf das Google-Ranking aus. Eine Agentur sollte deshalb Entwürfe zuerst in der Smartphone-Ansicht zeigen, nicht nur am großen Bildschirm.
Fragen Sie nach der Methode, nicht nach einem Versprechen. Sinnvolle Fragen an die Agentur sind:
- Mit welchem Werkzeug messen Sie die Ladezeit, und wann im Projekt?
- Auf welchen Geräten testen Sie die Website vor dem Go-Live?
- Wie gehen Sie mit großen Bildern, Videos und Schriften um?
- Erhalten wir die Messergebnisse schriftlich bei der Übergabe?
Seriöse Agenturen testen die Website nach der Abnahme auf allen gängigen Geräten. Lassen Sie sich diese Tests zusichern und die Ergebnisse zeigen. So haben Sie einen Ausgangswert, an dem Sie spätere Änderungen messen können.
Sichtbarkeit in Suchmaschinen: SEO gehört ins Angebot, nicht in einen Nachtrag
Suchmaschinenoptimierung gehört in das erste Angebot einer Webdesign-Agentur. Ein deutliches Warnsignal ist, wenn SEO keine Rolle spielt und erst nachträglich dazugebucht werden soll. Dann stehen Seitenstruktur und Code bereits fest, und jede Korrektur kostet zusätzlich.
SEO hat zwei Seiten, die beide im Angebot stehen sollten. Die technische Seite umfasst Codestruktur, Ladezeiten und strukturierte Daten. Die inhaltliche Seite umfasst Keywords und Seitenstruktur. Fragen Sie, wer im Team für welchen Teil zuständig ist.
Bei einem Relaunch steigt das Risiko, bestehende Sichtbarkeit zu verlieren. Die Sortlist-Übersicht empfiehlt für einen Website-Relaunch eine Agentur mit Migrationsroutine. Gemeint ist ein festes Vorgehen für vier Punkte:
- Weiterleitungen von alten auf neue Adressen
- Schutz der bestehenden Rankings
- Content-Audit, also die Bestandsaufnahme aller vorhandenen Inhalte
- technische Qualitätssicherung vor dem Go-Live
Lassen Sie sich diese Routine an einem früheren Projekt erklären. Wie wir einen Relaunch mit diesen Schritten aufbauen, beschreibt unsere Seite zu Website-Relaunch und Webdesign bei Revylio.
Sichtbarkeit in KI-Antworten: Was eine Webdesign-Agentur dazu konkret sagen sollte
Sichtbarkeit in KI-Antworten ist ein neuer Prüfbereich für Webdesign-Agenturen, weil sich das Suchverhalten verschiebt. Immer mehr Menschen nutzen KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity, um nach Informationen, Produkten und Dienstleistern zu suchen. Einige Agenturen bieten dafür eine eigene Leistung an, oft unter dem Kürzel GEO.
GEO ist die Optimierung einer Website dafür, dass KI-Systeme das Unternehmen finden und in ihren Antworten berücksichtigen. Der Begriff ist jung, und Agenturen verstehen darunter Unterschiedliches. Deshalb reicht es nicht, wenn GEO als Punkt im Angebot steht.
Fragen Sie nach konkreten Maßnahmen und ihrer Überprüfung. Hilfreiche Fragen sind:
- Welche Maßnahmen umfasst Ihre Leistung, und welche davon gehören nicht ohnehin zur SEO?
- Wie prüfen Sie, ob unsere Inhalte in KI-Antworten erscheinen?
- Welche Änderungen an Texten und Seitenstruktur schlagen Sie vor?
Eine klare Seitenstruktur und strukturierte Daten zählen bereits zur technischen SEO. Eine gute Agentur trennt deshalb ehrlich, was zusätzlich zur SEO geschieht und was nur neu benannt ist. Antworten ohne Messmethode sollten Sie als Absichtserklärung werten, nicht als Leistung.
Hosting und Wartung nach dem Launch: Was der Vertrag mit der Agentur regeln sollte
Hosting und Wartung entscheiden darüber, ob eine Website nach dem Launch sicher und aktuell bleibt. Regelmäßige Wartung, Sicherheits-Updates und Anpassungen an neue Standards gehören deshalb in den Vertrag mit der Webdesign-Agentur. Fehlt diese Regelung, beginnt die Website am Tag des Go-Live zu altern.
Ein Wartungsvertrag sollte mindestens die folgenden Leistungen klar benennen:
- technische Updates von CMS, Erweiterungen und Server-Software
- Sicherheitschecks und das Einspielen von Sicherheits-Updates
- Anpassungen an neue Standards, etwa bei der Barrierefreiheit
- Pflege von Inhalten, falls Sie diese abgeben möchten
Hostet die Agentur Ihre Website oder hat sie Zugriff auf Formulardaten, gehört zusätzlich ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO dazu.
Klären Sie auch, wer Inhalte künftig pflegt. Viele Agenturen schulen die Redakteurinnen und Redakteure des Kunden in der Umsetzungsphase. Andere übernehmen die Pflege vollständig. Beide Wege sind sinnvoll, wenn sie vor Projektbeginn feststehen.
Fragen Sie schließlich, wie die Agentur Sie bei Sicherheitsvorfällen informiert. Ein guter Dienstleister meldet sich aktiv, wenn eine Lücke die gehosteten Websites betrifft. Kommt es dabei zu einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten, muss die Agentur Sie nach Art. 33 Abs. 2 DSGVO unverzüglich informieren, wenn sie als Ihr Auftragsverarbeiter tätig ist. Wer nur auf Ihre Nachfrage reagiert, betreut die Website nicht, sondern verwaltet sie bloß.
Angebot und Kosten einer Webdesign-Agentur: woran Sie ein seriöses Angebot erkennen
Ein seriöses Angebot einer Webdesign-Agentur beginnt mit einer Bedarfsanalyse, nicht mit einem Preis. Ein Warnsignal ist ein sofort genannter Pauschalpreis ohne Beratung und Bedarfsanalyse. Ebenso kritisch sind Dumpingpreise ohne klar definierten Leistungsumfang.
Die Preisspanne am Markt ist groß. In der Sortlist-Übersicht für Hamburg liegen die genannten Einstiegspreise für Webdesign weit auseinander, von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Euro. Solche Einstiegspreise sagen wenig, solange nicht feststeht, was sie enthalten.
Die Kosten hängen laut Sortlist von mehreren Faktoren ab. Prüfen Sie, ob das Angebot jeden davon ausdrücklich behandelt:
- Umfang und Seitenzahl
- Aufwand für UX-Konzept und Design
- Wahl des CMS
- Erstellung oder Übernahme von Inhalten
- Integrationen in andere Systeme
- SEO-Anforderungen
- laufende Betreuung nach dem Launch
Legen Sie die Angebote mehrerer Agenturen nebeneinander und vergleichen Sie Position für Position. Fehlen Barrierefreiheit, SEO oder Wartung in einem Angebot, ist es nur scheinbar günstiger. Diese Leistungen kommen später als Nachtrag zurück.
Zusammenarbeit mit der Webdesign-Agentur: Ansprechpartner, Abstimmung und Standort
Die Zusammenarbeit entscheidet über ein Website-Projekt oft stärker als die Technik, weil meist mehrere Abteilungen beteiligt sind. Laut Sortlist verbinden Website-Projekte meist Stakeholder aus Marketing, Vertrieb, IT und Geschäftsführung. Eine Webdesign-Agentur muss diese Gruppen zu gemeinsamen Entscheidungen führen können.
Kundenbewertungen zeigen, worauf es dabei ankommt. In den Bewertungen auf Sortlist loben Kunden vor allem klare Kommunikation, aktive Beratung und Zielorientierung. Ebenso geschätzt wird die Fähigkeit, bei unsicheren Anforderungen Struktur in den Prozess zu bringen. Fragen Sie im Erstgespräch, wie die Agentur Freigaben und Zwischenstände organisiert.
Der Standort der Agentur ist weniger wichtig als die Organisation. Eine lokale Agentur hilft besonders bei Workshops, persönlichen Abstimmungen, Fotoshootings oder vielen Stakeholdern. Ein Remote-Team passt ebenso, wenn Prozesse, Ansprechpartner, Freigaben und Dokumentation klar geregelt sind.
Klären Sie außerdem, wer die Arbeit tatsächlich ausführt. Eigene Entwicklerinnen und Entwickler im Team sind ein gutes Zeichen, weil nichts unkontrolliert ausgelagert wird. Prüfen Sie auch, ob Sie einen festen Ansprechpartner haben oder für Design, SEO und Hosting mehrere Dienstleister koordinieren müssen.
Nächste Schritte: Erstgespräche mit Webdesign-Agenturen vorbereiten
Das Erstgespräch mit einer Webdesign-Agentur wird ergiebiger, wenn Sie Ihre Fragen vorher festlegen und jeder Agentur dieselben stellen. So werden die Antworten vergleichbar. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:
- Halten Sie fest, wer intern beteiligt ist: Marketing, Vertrieb, IT, Geschäftsführung.
- Erstellen Sie eine Liste der Seiten, Formulare und eingebundenen Dienste Ihrer heutigen Website.
- Stellen Sie jeder Agentur die Fragen aus der Übersicht zu Beginn dieses Beitrags.
- Lassen Sie sich die Prüfschritte für Barrierefreiheit und Ladezeit an einem früheren Projekt zeigen.
- Fordern Sie ein Angebot, das Barrierefreiheit, SEO, Hosting und Wartung als eigene Positionen ausweist.
- Vergleichen Sie die Angebote Position für Position, nicht nach Gesamtpreis.
Referenzen helfen bei Schritt vier, wenn Sie gezielt nachfragen. Unsere Arbeiten von Revylio zeigen abgeschlossene Projekte, an denen Sie solche Fragen konkret stellen können. Wenn Sie einen Relaunch planen, finden Sie das Vorgehen auf der Seite zum Website-Relaunch mit Revylio.



